Abrechnung/Fakturierung

Abrechnung, Fakturierung und Rechnungsdruck von Versorgungs- und Dienstleistungen der Tarif- und Sonderkunden eines Versorgungsunternehmens mit unterschiedlichen Abrechnungsverfahren, inklusive der Erstellung von Abschlagsplänen auf Basis von SAP IS-U. Während des Abrechnungs- und Fakturierungsprozesses findet eine Plausibilitätsprüfung der erzeugten Ergebnisse statt. Nach erfolgter Fakturierung werden die erzeugten Buchungsbelege automatisch an das Vertragskontokorrent weitergeleitet.

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Elke Bevers
Bereichsleiterin
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Ausweis Netznutzungsentgelte

Der Ausweis der Nutznutzungsentgelte wird mit SAP Standardmitteln (SAP eNNE) im aov-Template abgebildet. Hier werden Rechnungszeilen über die Kosten aufbereitet, welche der Netzbetreiber dem Vertrieb in Rechnung gestellt hat. Diese können auf den Vertriebsrechnungen angedruckt werden.

Auswertung / Statistik

Die SAP IS-U Verkaufsstatistikdaten werden über das UIS (Utility Informationssystem) ausgewertet. Mit den Standardanalysen werden verschiedene Funktionen und Selektionsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, mit denen der auszuwertende Datenumfang selbst bestimmt werden kann. Durch die Auswahl von definierten Merkmalen können die in der jeweiligen Info-Struktur enthaltenden Kennzahlen ausgewertet werden.

Einspeisung

Abbildung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien (EEG- und KWK-Anlagen) zum Zwecke der Abrechnung findet im AOV-Template mittels voreingestellter Sparte statt. Darüber hinaus können auch Auswertungen erstellt werden, insbesondere für die Bundesnetzagentur und den Übertragungsnetzbetreiber. Berücksichtigt werden auch neue gesetzliche Anforderungen z. B. Wechselprozesse und das Herkunftsnachweisregister (HKNR)

Elektronischer Zahlungsverkehr

Automatisierte Lösung zur Abwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs

Elektronische Vertriebsrechnungen

Aufgrund der EU-Richtlinie 2014/55/EU müssen öffentliche Auftraggeber zukünftig elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten können. Das gilt für die obersten Bundesbehörden ab dem 27.11.2018, ein Jahr später für alle öffentlichen Auftraggeber.

Der Versand von herkömmlichen PDF-Rechnungen erfüllt diese Anforderungen an elektronische Rechnungen nicht. Die Rechnungen müssen vielmehr einen strukturierten Datensatz enthalten, der eine automatische Verarbeitung durch den Empfänger zulässt. Mögliche standardisierte Formate sind ZUGFeRD oder XRechnung.

aov hat für die Umsetzung der Anforderungen die Lösung "SRFdigital" entwickelt. Dabei arbeitet aov sehr eng mit ihrem Partner crossinx GmbH zusammen. crossinx ist der führende eInvoicing-Provider mit Sitz in Frankfurt.

SRFdigital ist vollständig in die SAP IS-U-Lösungen der aov integriert. An der Benutzerschnittstelle wird pro Geschäftspartner und/oder Vertragskonto hinterlegt, in welchem Format die elektronische Vertriebsrechnung übertragen werden soll. Beim Druck wird anstelle der normalen Bearbeitung, die Rechnung in einem neutralen Format an crossinx übergeben. crossinx übernimmt dann die spezielle Aufbereitung im vom Endkunden gewünschten Zielformat.

Mögliche Transportwege sind aktuell die Zustellung per E-Mail oder Portal-Download. crossinx unterstützt darüber hinaus alle gängigen Rechnungsformate (XML,CSV, INVOIC, ZUGFeRD und zukünftig auch XRechnung). Nach der Aufbereitung (und gegebenenfalls dem Versand) der Rechnung durch crossinx, wird die erstellte elektronische Rechnung inkl. Original-PDF an aov zurückgegeben. Die Rechnung wird zum Druckbeleg im Archiv abgelegt und der Versandstatus jeder elektronischen Rechnung wird im SAP ersichtlich.

Formularwesen

Über 90% des Kontaktes zum Endkunden wird über den Schriftverkehr abgewickelt. Umso wichtiger sind ansprechende, verbraucherfreundliche Formulare, die automatisiert aus dem ERP-System heraus erzeugt werden können. aov bietet im SAP IS-U Template Formulare auf Basis der neuesten Technologie im SAP-Umfeld – den PDF-basierten Formularen. Die verwendete Technik erlaubt eine ansprechende und zeitgemäße Gestaltung der Endkundenkorrespondenz. Über klassische Textbausteine mit dynamischen Variablen, flexibel reagierenden Tabellen bis hin zu dynamisch erzeugten Grafiken die individuell auf den Endkunden zugeschnitten werden, lassen die Formulare nahezu keine Wünsche offen.

Standardrechnungsformular

Die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes hat zahlreiche Veränderungen im Formularwesen mit sich gezogen. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Strom- und Gasrechnungen transparenter und einheitlicher zu gestalten. Als Antwort auf die EnWG Novellierung hat aov das im SAP IS-U eingesetzte Rechnungsformular vollständig neu konzipiert und überarbeitet. Neben den gesetzlichen Anforderungen wird bei der Konzeption Wert auf eine verständliche, den Kunden ansprechende Gestaltung gelegt. Übersichtliche Tabellen, strukturierte Seitenlayouts und ein ausgereifter Satz an standardisierten, kundenfreundlichen Textbausteinen runden das Gesamtbild ab.

Das Standardrechnungsformular deckt sämtliche Sparten eines Energieversorgungsunternehmens ab und bietet an gezielten Stellen weiterhin Freiraum für kundenindividuelle Informationen.

Das Standardrechnungsformular wurde direkt auf Basis der neuesten Formulartechnologie im SAP-Umfeld entwickelt. Die PDF-basierte Formulartechnologie bietet deutlich verbesserte Gestaltungsmöglichkeiten, die dem Layout direkt zu Gute kommen.In den Rechnungen wird grafisch dargestellt, wie sich der Strom- und Gasverbrauch des Endkunden im Verhältnis zu Vergleichskundengruppen entwickelt hat. Basierend auf dem Umsetzungsvorschlag des BDEW/VKU wird dynamisch eine kundenindividuelle Grafik erzeugt, die in Form eines Säulendiagrams den Verbrauch des Endkunden visualisiert.Im Formular wird ein Satz von über 100 Textbausteinen verwendet, um flexibel auf die Endkundensituation reagieren zu können.

Die Texte reagieren unter anderem auf den Rechnungsbetrag, den Zahlungsweg des Kunden, Guthabenverrechnung, Fälligkeitssynchronisation und die Versorgungssituation am Zählpunkt. Je Sparte wird der Verbrauch des Kunden transparent und übersichtlich dargestellt. Neben allgemeinen Informationen zum Vertrag, werden auch alle Angaben zum § 40 EnWG abgebildet. Der Endkunde bekommt seinen Jahresverbrauch im Vergleich zur Vorperiode tabellarisch dargestellt. Die Verbrauchs- und Betragsermittlung reagiert flexibel auf die verschiedenen Zähler- und Tarifkonstellationen.Anstatt der klassischen Einzugsermächtigung, kann dem Rechnungsformular ein SEPA-Mandat beigefügt werden.

Rechnungsformulare

  • Jahres- und Schlussrechnung für Tarifkunden
  • Jahres- und Schlussrechnung für Sonderkunden
  • Einspeiserechnung
  • Sammelrechnung
  • Desintegrierte Rechnungslegung
  • Lieferantenrechnung in Papierform

Vertragskontokorrent

  • Mahnformular für alle Mahnstufen (Tarifkunden und Sonderkunden)
  • Mahnung für Lieferanten
  • Ratenplanformular
  • Rückläuferschreiben
  • Einzugsermächtigung / SEPA-Mandat
  • Kontoauszug

Geräteverwaltung

  • Gerätewechsellisten / Zählerwechselformular
  • Selbstablesekarten
  • Ableselisten
  • Scanlisten
  • Innerjährliche Ablesekarten im Lieferantenwechsel

Kundenservice

  • Begrüßungsschreiben
  • Änderungsmitteilung (Abschlag)
  • Quittungsdruck
  • Informationen zum Lieferantenwechsel

Intelligente Messsysteme (Smart Meter)

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) und dem damit verknüpften Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) am 02.09.2016 werden die bisherigen Energiemarktstrukturen und –prozesse tiefgreifenden Änderungen unterzogen.

Erstmalig werden die Rollen Verteilnetzbetreiber und grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB) für die modernen Messeinrichtungen (mME) und intelligenten Messsysteme (iMSys) voneinander getrennt. Die Abbildung eines informatorischen Unbundling ist derzeit nicht vorgeschrieben. Das MsbG verpflichtet den grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB) zum Rollout intelligenter Messsysteme (iMsys) und moderner Messeinrichtungen (mMe) zu einem durch die Preisobergrenze vorgegebenen Preis.

Mit intelligenten Messsystemen soll die sichere und standardisierte Kommunikation in den Energienetzen der Zukunft ermöglicht werden. Ein intelligentes Messsystem besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart Meter Gateway (SMG). Das Smart Meter Gateway, versehen mit einem Siegel des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), ermöglicht eine datenschutz- und datensicherheitskonforme Einbindung von Zählern in das intelligente Stromnetz.

Während eine Abbildung der modernen Messeinrichtungen im SAP IS-U des Netzmandanten möglich ist, stellen die intelligenten Messsysteme den grundzuständigen Messstellenbetreiber in Bezug auf die technische Geräteabbildung und die damit verbundenen prozessualen Abbildungsanforderungen vor neue Herausforderungen.

Mit der aov-Lösung aSmart stellen Sie sich erfolgreich der Abbildung dieser gesetzlichen Herausforderung. Es handelt sich hierbei um eine vollumfängliche, integrierte Lösung mit technischen Komponenten, Prozessen, Datenhaltung und Backendintegration in das SAP IS-U, welche passgenau auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Die Lösung ist das Ergebnis einer in Kooperation von Stadtwerken für Stadtwerke konzipierten Paketes, welches neben der Abbildung der gesetzlichen Anforderungen, die prozessuale Prozessunterstützung des Endanwenders im Fokus hat.

Betrachtet man die im Interimsmodell weiter bestehende kettenförmige Marktkommunikation, so besteht die Herausforderung darin, sowohl die Kommunikationsketten zwischen den Marktteilnehmern unterbrechungsfrei abzubilden als auch darin, diese unabhängig vom Gerätetyp und den beteiligten IT-Systemen sicher zu stellen. In den aktuellen Diskussionen wird diese Herausforderung häufig nicht berücksichtigt. Aufgrund der Komplexität des Themas liegt der Fokus der Diskussionen oft darauf, die Prozesse rund um das Thema „intelligente Messsysteme“ abzubilden. Das Zusammenspiel mit den bereits am Markt etablierten WiM-Prozessen und den bereits implementierten Lösungen bleibt häufig außen vor. Bei der aov-Lösung a Smart wurde im Hinblick auf einen ganzheitlichen Prozessansatz konzipiert und hat sowohl alle Gerätetypen als auch die Kommunikation mit dem eigenen grundzuständigen aber auch mit fremden Messstellenbetreibern im Fokus.

Gasabrechnung nach G685

Mit Hilfe der SAP Standard Lösung zur Abbildung der Anforderungen gemäß G685 im aov Template abgebildet. In der G685 sind u. a. die generellen Vorgaben und Regeln zur Ermittlung der Energiemengen in der Sparte Gas festgelegt. Diese Vorgaben gelten einheitlich für alle Marktrollen, die die jeweilige Funktion durchführen. Damit führt die Energiemengenermittlung beim Lieferanten (für die Energielieferung) und beim Netzbetreiber (für die Netznutzung / Mehr- / Mindermengenabrechnung) für den gleichen Zählpunkt und die gleiche Zeitspanne zu identischen Ergebnissen. Es werden alle tatsächlich am Zähler festgestellten Zählerstände zu Grunde gelegt; diese werden mit ihrem tatsächlichen Ablesedatum erfasst.

Rechnungssimulation

Vor der echten Rechnungserstellung besteht die Möglichkeit, diese im Vorfeld zu simulieren.

Reporting

Verfügbarkeit einer Vielzahl von voreingestellten Reports zur Auswertung.

Schlussrechnungen

Bei Auszügen oder Anbieterwechsel von Kunden wird eine Schlussrechnung erstellt, welche dem Kunden den bis zu dem Zeitpunkt erreichten Verbrauch in Rechnung stellt. Der Abschlagsplan wird deaktiviert.

Turnusrechnung

Die Turnusrechnung ist eine periodisch wiederkehrende termingesteuerte Abrechnung von Tarif- und Sonderkunden und gibt die jeweiligen bewerteten Verbräuche aus. Nach erfolgter Turnusabrechnung wird ein neuer Abschlagsplan erzeugt.

Vertragskontokorrent

SAP basiertes Template für kleine und mittelständische Unternehmen mit Marktrollen abhängigem Forderungsmanagement, Datenaustausch INVOIC/REMADV, offene-Posten-Verwaltung, kreditorische Abwicklung z.B. von Einspeisungen.

Das Vertragskontokorrent mit SAP bildet eine Nebenbuchhaltung speziell für Branchen mit vielen Geschäftspartnern und einem hohen Belegaufkommen wie z.B. der Versorgungsindustrie ab.

Die große Kundenanzahl der Versorgungsunternehmen führt zu einer erheblichen Menge an buchungsrelevanten Belegen, Abschlagsanforderungen und Endkundenrechnungen. Damit diese Massendaten nicht in der Hauptbuchhaltung geführt werden müssen, verwaltet die Komponente FI-CA im SAP IS-U die Daten als Nebenbuch.

Grundlege Funktionen sind z.B. das Marktrollen abhängige Forderungsmanagement, der Datenaustausch in der Marktkommunikation nach GPKE und GeLi über die Nachrichtenformate INVOIC und REMADV, eine offene-Posten-Verwaltung, die kreditorische Abwicklung von Einspeisevergütungen.

Forderungsmanagement

Sowohl auf Liefer- als auch Netzseite sind Mahnverfahren in unterschiedlichen Ausprägungen implementiert. Im Liefermandanten werden die Endkunden adressiert, im Netzmandanten die dort aktiven Serviceanbieter.

Offene Posten Listen

In dieser Anwendung können je nach Anforderung offene Posten ausgewertet werden, z. B. Auswahl nach Kundengruppen oder Sparten bezogen. Diese Merkmale können beliebig kombiniert werden.

Kontenstandanzeige

Die Kontenstandanzeige wurde auf Grund der Erfahrungswerte aus dem jahrelangen Produktivbetrieb auf die Kundenanforderungen angepasst. Hierdurch wird eine optimierte Darstellung erreicht, die als Standard für das aov-Template ausgeliefert wird. Es gibt verschiedene Ansichten, die je nach Bedarf ausgewählt werden können.

Kontenfindung

Zur Integration in die Finanzbuchhaltung ist bereits eine komplexe Kontenfindung vordefiniert. Ebenso ist die Verwendung von Kurzkontierungen zur Überleitung an das Unternehmenscontrolling im SAP CO.Controlling möglich.

Standardfunktionen

Im aov-Template sind die gängigen Standardfunktionen des Vertragskontokorrents wie Ratenpläne, Stundungen, Ausbuchungen, etc. verfügbar.

Zahlungsverkehr

Kontoauszüge werden über eine standardisierte Schnittstelle elektronisch in das System eingespielt und können sowohl im SAP FI (Finanzwesen) als auch im FI-CA (Finanzwesen, Cross Accounting) automatisch verarbeitet werden durch den Aufbau von Zahlungs- und Rückläuferstapeln.

Die aus dem Zahllauf erzeugten Gutschrift- bzw. Lastschriftdateien werden den Banken zur Verbuchung über die gleiche Schnittstelle elektronisch übermittelt.

Aggregierte Netznutzungsrechnungen

Im Rahmen der Marktkommunikation für die Sparten Strom und Gas wird die abgerechnete Netznutzung pro Serviceanbieter aggregiert. Diese erhalten die fakturierte Rechnung entsprechend der Vorgaben der Bundesnetzagentur in elektronischer Form als INVOIC-Nachricht.

Zahlungsavise an Netzbetreiber

Auf Lieferseite werden eingehende INVOIC-Nachrichten geprüft und verbucht. Der Zahlungsausgleich oder eine notwendige Reklamation wird als Zahlungsavis in elektronischer Form (REMADV) an den entsprechenden Netzbetreiber versendet.

Vertriebliche Netzentgeltabrechnung

Aufgrund zusätzlicher Anforderungen an die Abrechnung im SLP-Bereich hat aov eine neue Lösung entwickelt. Die aNNE-Lösung der aov kann losgelöst von INVOIC-Nachrichten und vom Abrechnungszyklus des Netzes unter anderem eine reine Energiepreisabrechnung zzgl. buchungsrelevanter Netznutzungsentgelte darstellen. Vor dem Hintergrund der Lizenz- und Wartungskosten der SAP eNNE-Lösung hat aov mit der aNNE-Lösung bewusst eine Eigenentwicklung platziert. Die aNNE-Lösung kann optional mit der ene't-Datenbank gekoppelt werden. Hier können die Netzentgelte jedoch auch manuell gepflegt werden. Das ist insbesondere von Vorteil, wenn nur in eine geringe Anzahl von Netzen geliefert wird. Die Pflege der Netzentgelte erfolgt komfortabel über das integrierte aNNE-Cockpit.

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